Designer
Samy Rio
Hersteller, indem diese großartige Natur so wenig wie möglich verändert wird.
Samy Rio gründete sein Atelier im Jahr 2015 und brachte damit eine völlig neue Vision in die Welt des Designs ein. Seine Projekte verbinden industrielle Handwerkskunst mit handwerklicher Fertigung und sind ebenso nützlich wie funktional. Seine naturverbundene Vision und sein Fachwissen als Tischler verleihen seinen Kreationen eine einzigartige Langlebigkeit und Raffinesse.
Der in Arles ansässige französische Designer Samy Rio arbeitet mit authentischen und umweltfreundlichen Materialien. Seine Kreationen zeichnen sich durch eine Komplexität der technischen Lösungen und eine Schlichtheit der Formen aus.
Er lässt sich inspirieren und entwickelt seine Entwürfe, indem er zwei Produktionsweisen miteinander verbindet, die ebenso gegensätzlich wie miteinander verflochten sind: Industrie und Handwerk. Dieser besondere Ansatz prägt seine Konzepte. Obwohl sie auf den ersten Blick schlicht und puristisch wirken, spiegeln seine Objekte eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit den Materialien und Verfahren wider, die in jedem seiner Entwürfe zum Einsatz kommen.
Nach seiner Ausbildung zum Tischler beschloss Samy Rio, ein Studium des Industriedesigns an der École nationale supérieure de création industrielle in Paris (ENSCI) aufzunehmen. Aus dieser handwerklichen Praxis hat er ein wertvolles Erbe bewahrt, das seine Arbeit maßgeblich beeinflusst. So entwickelte er seine ersten Forschungen rund um Bambus, ein Material, mit dem er in seiner Kindheit intensiv in Berührung gekommen war. Der aus den Cevennen stammende Samy Rio wuchs in der Nähe des Bambuswaldes von Anduse auf, einem exotischen Garten, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die Plantagen haben sich ausgeweitet, und der Riesenbambus, eine invasive Pflanze, hat sich am Rande des Parks inmitten der lokalen Flora breitgemacht.
Seine Auseinandersetzung mit Bambus führte ihn dazu, sein allererstes Objekt zu entwerfen – ein Bücherregal –, das später die Grundlage für sein Forschungsprojekt bildete, mit dem er 2014 seinen Abschluss machte.
Er erkundete weiterhin die kreativen Möglichkeiten dieser tropischen Pflanze und präsentierte in der Villa Noailles einen Lautsprecher und einen Föhn aus Bambus, wofür er 2015 den Grand Prix der Design Parade erhielt.
Seine Kreativität führt ihn zu verschiedenen renommierten Künstlerresidenzen: der Villa Kujoyama in Japan, der Cité de la céramique in Sèvres oder dem National Taiwan Craft Research and Development Institute (NTCRI) in Taiwan. Zudem verbringt er Zeit am Centre International de Recherche sur Verre (CIRVA) in Marseille. Seine vielfältigen Residenzaufenthalte ermöglichen es ihm, an tragfähigen experimentellen Projekten zu arbeiten und verschiedene Materialien und Fertigkeiten zu erforschen.
Für seine erste Zusammenarbeit mit Petite Friture entwirft Samy Rio eine mobile Leuchte, die Nachhaltigkeit, Funktionalität und Ästhetik vereint. Für dieses Projekt erkundet er eine zylindrische Form aus eloxiertem Aluminium. Aus ökologischen Gründen lassen sich die Komponenten dieser kabellosen Leuchte zerlegen, um ein optimales Recycling zu gewährleisten. Das Aluminium besteht zu 20 % aus recyceltem Material und ist selbst wiederum recycelbar. Schließlich besteht auch der Fuß aus ABS zu 25 % aus recycelten Materialien.
In Anlehnung an die Astronomie und ihre enorme Leuchtkraft wurde diese mobile LED-Leuchte „Quasar“ genannt – eine Abkürzung für „quasi-stellar“, was den hellsten Himmelskörper der Galaxie bezeichnet.



