Designer
Patricia Urquiola
Mein Designansatz besteht darin, Herausforderungen anzunehmen und Vorurteile zu überwinden sowie unerwartete Verbindungen zwischen dem Vertrauten und dem Unbekannten zu entdecken.
Patricia Urquiola wurde 1961 in Oviedo, Spanien, geboren und zog schon kurz nach ihrem Masterabschluss in Architektur in Madrid nach Mailand. Dort absolvierte sie eine Designausbildung an der Polytechnischen Hochschule und verfasste eine Abschlussarbeit unter der Betreuung von Achille Castiglioni.
1990 wurde sie Entwicklungsleiterin bei De Padova und begann anschließend, die Innenausstattung von Projekten wie Restaurants, Boutiquen und Ausstellungsräumen zu entwerfen – und zwar in zahlreichen Ländern, von Frankreich über Italien bis nach Japan.
Im Jahr 2001 gründete sie ihr eigenes Büro „Studio Urquiola“, das sich auf Industriedesign, Architektur, Art Direction und Strategieberatung spezialisiert hat. Die Designerin lässt sich von ihren vielfältigen Erfahrungen und Reisen inspirieren und wendet Techniken an, die Handwerk und industrielle Verfahren miteinander verbinden. Sie entwirft Objekte, die Eleganz, Charme und Weiblichkeit ausstrahlen. Patricia Urquiola wurde nicht nur 2008 zur „Designer des Jahres“ gewählt, sondern mehrere ihrer Werke sind auch in den ständigen Sammlungen des MoMA vertreten. Ihr pflanzlicher Stil kommt insbesondere in ihren Innenarchitekturprojekten für das Hotelgewerbe zum Ausdruck.
„Man muss morgens aufwachen und wissen, wo man ist. Und wenn man dann geht, muss uns etwas von diesem Ort in Erinnerung bleiben: ein Bild, ein Eindruck, ein Gefühl, eine Berührung …“
Ihre starke Persönlichkeit zeigt sich auch in ihrer Zusammenarbeit mit Coedition für die Sesselkollektion Altay. Darin bringt sie ihre Vision vom Wohnzimmer zum Ausdruck – eine Mischung aus Komfort und ebenso seltenen wie eleganten Materialien, wie beispielsweise bei ihrem Sessel aus mongolischem Ziegenleder.
Die Designerin ist auch für ihre Zusammenarbeit mit der Marke Kartell bekannt, für die sie mehrere Kollektionen entworfen hat. Gemeinsam mit Kartell entwickelte sie Formen, um vollständig aus Kunststoff gefertigte und aus einem Stück gegossene Möbelstücke herzustellen. Dabei kommen einzigartige Farben zum Einsatz, die ins Auge fallen und den Stühlen im Stil des 18. Jahrhunderts einen zeitgemäßen Touch verleihen.



